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Geburt mit PDA

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Die PDA bedeutet Peridualanästhesie und wird umgangssprachlich auch Rückenmarksspritze genannt. Sie gehört mittlerweile zu den beliebtesten und am häufigsten eingesetzten Mitteln zur Schmerzbehandlung während der Geburt. Die Vorteile einer PDA sind zum Einen, dass die Frauen fast keine Wehenschmerzen mehr spüren und zusätzlich wird das Baby von dem Schmerzmittel kaum betroffen.

Bei der PDA werden durch einen Katheter lokale Betäubungsmittel verabreicht. Dadurch wird der gesamte Unterleib betäubt und die Frau spürt keine Wehen mehr. Angewendet wird die PDA nur in der sog. Eröffnungsphase. In dieser Phase der Geburt steigert sich die Häufigkeit und Intensität der Wehen. Dauert diese Phase so lange, dass die Frauen keine Kraft mehr haben oder die Schmerzen nicht mehr aushalten können, kann eine PDA schnell Abhilfe schaffen. Eine PDA wirkt ungefähr 2 Stunden, bei Bedarf kann aber durch den vorhandenen Katheter sofort weiteres Betäubungsmittel verabreicht werden.

Idealerweise lässt die betäubende Wirkung der PDA nach, wenn die Frau in der Übergangs- bzw. Austreibungsphase der Geburt ist. Dann spürt die Frau die Wehen wieder (diese sind dann aber nicht mehr so unangenehme wie in der Eröffnungsphase!) und kann aktiv mit pressen. Hält die betäubende Wirkung in der Austreibungsphase jedoch noch an braucht man eventuell eine Sauglocke, um dem Baby aus dem Geburtskanal zu helfen.

Eine PDA ist vor allem sinnvoll, wenn die Geburt nicht oder nur langsam voranschreitet und die Gebärende sehr erschöpft ist. Oftmals lässt sich so ein Kaiserschnitt vermeiden.

Einleitung der Geburt

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Normalerweise wird die Geburt eingeleitet, wenn der Geburtstermin 10 bis 14 Tage überschritten ist. Dieses ist der häufigste Grund. Es gibt aber noch weitere Gründe, weshalb eine Einleitung sinnvoll ist. Versorgt die Plazenta das Ungeborene nicht mehr ausreichend und ist die Schwangerschaft schon sehr fortgeschritten, sollte das Baby schnell auf die Welt gebracht werden. Auch bei bestimmten chronischen oder akuten Erkrankungen bei den Schwangeren wird eine Einleitung vorgenommen.

Es gibt beim Einleiten verschiedene Vorgehensweisen, die das Auslösen von Wehen zum Ziel haben:

Das Öffnen der Fruchtblase
Durch das Abfließen des Fruchtwassers ändert sich das Volumen in der Gebärmutter. Oftmals sind Kontraktionen die Folge, aus denen sich dann echte Wehen entwickeln.

Der Wehentropf
Durch den Wehentropf wird der schwangeren Frau das Hormon Oxytozin verabreicht, eine sehr gängige Methode in der Praxis der Geburtseinleitung. Der Tropf wird in eine Vene am Handrücken oder in der Ellenbeuge gelegt. In den meisten Fällen reicht dieser Anstoß und die Gebärmutter erzeugt dann selber Wehen. Dann wird der Tropf abgehängt und die Geburt nimmt ihren natürlichen Verlauf.

Nachreifen des Gebärmutterhalses
Das Hormon Prostaglandin bewirkt, dass der Muttermund weicher wird und die Zervix (der Gebärmutterhals) sich verkürzt. Prostaglandin kann als Tablette, Zäpfchen oder Gel in das hintere Scheidengewölbe oder in den Gebärmutterhalskanal eingeführt werden. Die Gebärmutter reagiert auf diese Hormondosis mit Wehen.
Prostaglandin wird zur Einleitung immer dann genutzt, wenn das Kind geholt werden muss vor Erreichen des Geburtstermins. Der Körper der Mutter ist noch nicht geburtsbereit und wird durch das Hormon verändert. Da es einmal verabreicht wird, kann die Wirkungsweise nicht mehr aufgehalten werden, im Gegensatz zum Wehentropf!

Es gibt keine Hinweise darauf, dass eingeleitete Geburten komplizierter oder länger verlaufen als Geburten, bei denen das Baby den Geburtstermin entscheidet. Auch die Wehenintensität ist bei einer Einleitung nicht heftiger, als bei einer nicht eingeleiteten Geburt. Es gibt keine erhöhte Dammschnitt- oder Notkaiserschnittrate.
Eine Einleitung gibt Ihrem Baby lediglich den nötigen Schubs, um zur Welt zu kommen.

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Die 3 Phasen einer Geburt

Die Wehen haben eingesetzt und werden immer intensiver. Jetzt nehmen Sie die schon lange bereit stehende Krankenhaustasche und machen sich auf den Weg. Werde ich das schaffen? Habe ich wirklich bald mein Kind in den Armen? Geht auch alles Gut? Werden die Schmerzen noch schlimmer?

Die Antworten auf all diese Fragen sind JA! Falls Ihnen jetzt noch viele teilweise auch beängstigende Fragen durch den Kopf gehen, können Sie beruhigt sein. Denn je weiter die Geburt voran schreitet, desto weniger Energie hat Ihr Gehirn für überflüssige Fragen. Ihr ganzer Körper wird seine gesammte Energie nur auf den Geburtsvorgang und die Gebärmutter konzentrieren. Eine Geburt ist ein wunderschönes und wirklich einzigartiges Erlebnis, aber auch ein Kraftakt für jede Frau.

In der Medizin wird die Geburt in 3 verschiedene Phasen eingeteilt. Eröffnungsphase, Übergangsphase und Austreibungsphase.

Mit Beginn der Wehentätigkeit bzw. dem Platzen der Fruchtblase beginnt die Eröffnungsphase.

Die Eröffnungsphase

Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Intensität und die Häufigkeit der Wehen beständig zunimmt. Bei Erstgebärenden dauert diese Phase normalerweise zwischen 8 und 12 Stunden. Wobei in den ersten Stunden die Wehen noch sehr schwach und gut auszuhalten sind. Viele Frauen werden jetzt noch zu Hause bleiben und warten, ob die Wehentätigkeit vielleicht wieder aufhört. Wenn Sie aber merken, dass die Schmerzen stärker werden sollten Sie ins Krankenhaus fahren.
Im Krankenhaus wird die diensthabende Hebamme zuerst eine vaginale Untersuchung durchführen. Sie schaut nach, wie weit der Muttermund geöffnet ist. Damit ein Baby zur Welt kommen kann, muss der Muttermund 10 cm geöffnet sein. Eine Faustformel besagt, dass der Muttermund sich pro Stunden einen Zentimeter öffnet. Aber es geht natürlich auch anders. Manchmal verändert sich der Muttermund 3 Stunden gar nicht, um sich dann in einer Stunde 5 cm zu öffnen. Es ist also alles offen und keine Geburt ist wie die andere. Auch Frauen die bereits ihr 2. oder 3. Kind bekommen empfinden jedes Geburtserlebnis ganz anders.
In dieser Phase ist es wichtig, dass Sie eine vertraute Person an Ihrer Seite haben. Der Wehenschmerz wirkt auf die Dauer sehr erschöpfend und deshalb brauchen Sie jetzt Menschen, denen Sie vertrauen und die Ihnen Mut zum Durchhalten geben.

Wenn Sie meinen die Schmerzen nicht mehr auszuhalten, dann fragen Sie nach Schmerzmitteln. Je nach Erschöpfungs- und Schmerzempfinden werden Sie zusammen mit der Hebamme eine für Sie geeignete Methode zur Schmerzbehandlung aussuchen. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel.

Die Übergangsphase

Diese Phase bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Ende der Eröffnungsphase und dem Beginn der Austreibungsphase mit Presswehen. Diese Phase ist auch die anstrengendste für die Mutter und dauert ungefähr eine halbe Stunde. Die Wehen dauern jetzt ungefähr eine Minute, und auch der Abstand bis zur nächsten Wehen dauert nur noch eine Minute. Sie haben also kaum Zeit sich zwischen den starken Wehen auszuruhen und werden sehr erschöpft sein. Falls noch nicht geschehen werden Sie Ihr Zeitgefühl verlieren und können zwischen den Wehen einnicken. Schüttelfrost, Übelkeit und sogar Erbrechen können in dieser Phase eine Begleiterscheinung sein.
Halten Sie durch, denn jetzt werden bald die Presswehen einsetzen und diese werden von vielen Frauen als „angenehmer“ empfunden, da sie hier aktiv mitwirken können.

Die Austreibungsphase

Der Schmerz der Eröffnungswehen ist vorbei und Sie haben jetzt das Gefühl pressen zu müssen. Falls der Muttermund noch nicht vollständig geöffnet ist, wird Sie die Hebamme anweisen noch ein bisschen mit dem Pressen zu warten. Sobald der Muttermund aber vollständig geöffnet ist können und müssen Sie pressen so kräftig Sie können. Wichtig ist, dass Sie eine bequeme Stellung haben, in der Sie wirklich alles geben können. Falls Sie bemerken, dass Sie nicht voll pressen können, nutzen Sie die Wehenpause für einen Stellungswechsel. Eine für Sie gute Stellung zum Pressen ist sehr wichtig und wird den Geburtsfortgang beschleunigen, außerdem können Sie Ihre Kraft voll ausschöpfen. Zwischen den Presswehen sollten Sie sich zurücklegen und entspannen. Holen Sie tief Luft wenn eine Pressewehe kommt und halten Sie beim Pressen die Luft an.
Sie werden merken, wie sich Ihr Kind durch den Geburtskanal drückt. Viele Frauen bekommen jetzt Angst und möchten nicht mehr pressen. Haben Sie keine Angst, das Kind passt durch den Geburtskanal und es ist wichtig, dass Sie gerade jetzt weiter pressen. Denken Sie daran, dass es jetzt nur noch ein paar Presswehen sind bis Sie Ihr Kind in den Armen halten!

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Die ersten Anzeichen der Geburt

Geht es jetzt los? Wie merken Sie, ob die „echten“ Wehen eingesetzt haben? Wann sollten Sie ins Krankenhaus fahren? Diese Fragen beschäftigen Schwangere in den Wochen rund um den Geburtstermin. Im folgenden möchten wir Ihnen einige sichere Hinweise geben, an denen Sie erkennen, ob die Wehen wirklich eingesetzt haben. Sogenannte falsche Wehen werden Sie schon eine ganze Weile immer wieder gespürt haben. Die Gebärmutter zieht sich während der ganzen Schwangerschaft immer wieder zusammen. In den letzten Wochen vor der Geburt können diese falschen Wehen immer stärker werden, so dass Sie denken, die Geburt steht unmittelbar bevor. Sie erkennen die echten Wehen daran, dass sie in relativ regelmäßigen Abständen auftreten und immer stärker werden. Spätestens wenn Sie sich bei einer echten Wehe vor Schmerzen krümmen und diese „veratmen“ müssen, sollten Sie sich ins Krankenhaus fahren lassen.

Ein weiteres Anzeichen für den Beginn der Geburt ist der Abgang des Schleimpfropfens. Der leicht blutige Schleimpfropf versperrt während der Schwangerschaft den Geburtskanal. Der Abgang des Schleimpfropfes kann schon im frühen ersten Stadium bzw. sogar schon einige Tage vor dem Einsetzen der Wehen passieren. Warten Sie deshalb bis zusätzlich regelmäßige Bauch- oder Rückenschmerzen (Wehen) eingesetzt haben, bevor Sie ins Krankenhaus fahren. In der Regel beginnt die Wehentätigkeit kurz nach Abgang des Schleimpropfens.

Das Platzen der Fruchtblase ist ein eindeutiges Zeichen für eine baldige Geburt. Meistens platzt die Fruchtblase erst unter der Geburt und weil das Kind dann bereits voll mit seinem Köpfchen im Becken der Mutter fest sitzt, läuft das Fruchtwasser nur tröpfchenweise heraus. Es kommt aber auch öfters vor, dass die Fruchtblase noch vor irgendeiner Wehentätigkeit platzt und das Fruchtwasser schwallartig herausfließt. Sie sollten sofort ins Krankenhaus fahren, wenn die Fruchtblase geplatzt ist auch wenn Sie noch keine Wehentätigkeit haben, da die Gefahr von Infektionen für Ihr Baby besteht.
Ganz wichtig: Rufen Sie einen Krankenwagen, wenn Ihre Fruchtblase geplatzt ist und Ihr Kind mit dem Kopf noch nicht fest im Becken sitzt. Sie dürfen dann unter keinen Umständen aufstehen, weil ansonsten die Nabelschnur zwischen Becken und Köpfchen eingeklemmt werden könnte und dadurch die Versorgung zu Ihrem Kind abgeschnitten wird. Hier besteht akute Lebensgefahr für Ihr Baby, deshalb müssen Sie liegend transportiert werden.

Wenn Sie noch nicht wissen, ob Ihr Baby fest im Becken sitzt dann fragen Sie Ihren Frauenarzt bei der nächsten Untersuchung. Auch Ihre Hebamme kann ertasten, wo und wie fest das Baby in Ihrem Bauch liegt.

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