Vitamine in der Schwangerschaft

Müssen Schwangere wirklich für zwei Personen essen? Tatsächlich braucht der Körper einer schwangeren Frau etwas mehr Energie, aber bei Weitem nicht so viel, dass Doppel-Portionen auf den Teller müssen. Es stimmt allerdings, dass Mikronährstoffe in viel höheren Mengen benötigt werden, je nachdem, was sich beim Baby gerade entwickelt. Welche Vitamine brauchen Schwangere und wann brauchen sie mehr davon, um die Entwicklung ihres Kindes und die eigene Gesundheit zu fördern?

Das Schwangerschafts-Vitamin Folsäure

Folsäure ist auch als Vitamin B₉, Vitamin M oder Vitamin B₁₁ bekannt und ist für werdende Mütter das wichtigste Vitamin überhaupt. Folsäuremangel kann zu gefährlichen Neuralrohrdefekten und lebenslangen Behinderungen oder einem frühen Abort führen. Bereits Frauen mit Kinderwunsch wird empfohlen, in noch niedriger Dosierung Folsäure einzunehmen ( mehr dazu erfahren sie hier), denn fast jeder Mensch lebt mit einem leichten Mangel, der so schnell nicht ausgeglichen werden kann. Schwangere nehmen in den ersten drei Monaten sehr hohe Folsäure-Mengen ein, danach etwas weniger. Spezielle Präparate für Schwangere enthalten genau die richtige Menge.

Vitamintabletten für Schwangere – sinnvoll?

Die in Tabletten enthaltenen Vitamine sind in der Regel für den Körper nicht so leicht zu verstoffwechseln, wie wenn sie aus natürlichen Quellen stammen. Das bedeutet also, dass gesunde vitaminreiche Nahrung besser ist als Tabletten – auch in der Schwangerschaft (Quelle). Ausnahmen wie Folsäure bestätigen die Regel. Allerdings macht es dennoch Sinn, bei einer der ersten Blutuntersuchungen beim Gynäkologen ermitteln zu lassen, ob ein Vitaminmangel besteht. Falls ja, kann es als ergänzende Maßnahme durchaus richtig sein, diesen Mangel kurzfristig mit Vitamintabletten auszugleichen. Denn das Baby braucht die Vitamine jetzt und es dauert eine Weile, einen bestehenden Vitaminmangel durch die Ernährung auszugleichen. Die Einnahme von Tabletten muss aber immer mit dem Gynäkologen abgestimmt werden, denn in der Schwangerschaft kann es auch eine Überversorgung mit Vitaminen kommen. Vitamin A beispielsweise sollte nicht übermäßig aufgenommen werden und ist in Präparaten für Schwangere entsprechend niedriger dosiert.

Vitaminreiche Ernährung für Schwangere

Die beste Art, die Vitaminversorgung in der Schwangerschaft zugewährleisten, ist eine naturbelassene Ernährung mit gesunden Lebensmitteln. Manche Vitamine wie Vitamin D oder Folsäure kann die Ernährung alleine kaum abdecken, sie müssen ergänzend eingenommen werden. Alle anderen Vitamine sollten möglichst aus schonend zubereitetem Gemüse und Obst stammen. Gemüse sollte entweder roh in Bio-Qualität oder schonend gegart werden, was übrigens in einem Destillator für Babyflaschen gut funktioniert. Andernfalls verliert es bei der Zubereitung einen großen Anteil gesunder Inhaltsstoffe. Obst ist eine gute Alternative zu Süßem und befriedigt das Bedürfnis danach mindestens genauso effektiv – nebenbei versorgt es den Körper nicht mit einem Übermaß an Kalorien und Zucker, sondern mit vielen weiteren gesunden Spurenelementen.

Tipp: Blutuntersuchung deckt Vitaminbedarf auf

Auf Verdacht sollte in der Schwangerschaft nicht mit Vitamintabletten begonnen werden. Besser ist es, vorher mit dem behandelnden Gynäkologen Rücksprache zu halten und durch einen Bluttest ermitteln zu lassen, woran es wirklich mangelt. Eine gute Gelegenheit dazu sind die ersten Blutuntersuchungen in der frühen Schwangerschaft. Denn diese müssen ohnehin gemacht werden und so kann frühzeitig damit begonnen werden, die Ernährung anzupassen.

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