Stillen ist nicht immer einfach!

Stillen ist eine der natürlichsten Sachen der Welt. 2 bis 3 Tage nach der Geburt schießt bei einer frisch gebackenen Mama die Milch ein. Die Brüste vergrößern sich nicht selten um mehrere BH-Größen und Stilleinlagen werden in rauen Mengen verbraucht. Die Menge des Milcheinschusses ist aber bei jeder Frau verschieden. Große Brüste bedeuten nicht gleichzeitig auch viel Milch, eine genaue Vorhersage gibt es beim Milcheinschuss nicht, genauso wenig wie es eine Garantie dafür gibt, dass das Stillen auf anhieb funktioniert.

Babys haben einen angeborenen Saugreflex, der vermutlich schon in den Genen hinterlegt ist. Sobald das neugeborene Kind in die Nähe der mütterlichen Brustwarze kommt, riecht es die Milch und umschließt die Brustwarze fest mit den Lippen. In den ersten Tagen kommt bereits ein bisschen Milch aus den Brustdrüsen, die sog. Vormilch ist ebenfalls reich an wertvollen Eiweisen und reicht für den Anfang vollkommen aus. Werden Sie nicht unruhig und haben Sie auch keine Bedenken, dass die Milch Ihrem Kind nicht ausreichen könnte, denn der Magen des Babys muss sich erst langsam vergrößern. In den ersten Tagen sind die Babys außerdem noch von der anstrengenden Geburt sehr müde und schlafen mehr als sie essen.

Der Babyblues kommt – so nennen die Hebammen die Phase in der die Milch einschießt. Hormonveränderungen in dem Körper der Frau bewirken ein Gefühlchaos und viele Mamis sind in dieser Zeit sehr nah am Wasser gebaut. Aber auch das ist vollkommen normal und es ist sehr wichtig, dass Sie sich in dieser Zeit körperlich nicht anstrengen. Geben Sie Ihrem Körper die Möglichkeit zur Regeneration nach der kräfteraubenden Geburt. Viele Frauen haben auch richtige Beschwerden, wenn die Milch einschießt. Bei zu viel Milch spannen die Brüste unangenehm und fühlen sich hitzig an. Ein gutes Hausmittelchen sind hier kalte Quarkwickel: Nehmen Sie ein Geschirrtuch und streichen einen kalten Quark darauf, dann klappen Sie das Geschirrtuch zusammen und legen es auf die Brust. Vermeiden Sie Kühlakkus, denn dadurch können Sie sich eher eine zusätzliche Entzündung holen.

Die Brustwarzen sind in der Anfangszeit sehr empfindlich, weil Sie sich auf diese neue Extrembelastung erst noch einstellen müssen. Viele Frauen habe wunde Brustwarzen in den ersten Wochen und das Anlegen schmerzt in dieser Zeit. Um das Stillen und Abheilen der Brustwarzen zu ermöglichen, verwenden Sie sog. Stillhütchen. Die gibt es sowohl im Krankenhaus als auch in jeder Apotheke. Sie sind aus Silikon und werden schützend über die Brustwarze gestülpt. In der Mitte haben sie ein kleines Loch, durch das das Baby weiter trinken kann. Zum Abheilen der Brustwarze ist es ebenfalls sehr gut, wenn Sie Luft an die Brustwarze kommen lassen. Auch das Betupfen mit Muttermilch hilft beim Abheilen von Wunden sehr gut. Ansonsten hilft ebenfalls Lanolin, Garmastan Salbe oder Johanniskrautöl beim Abheilen der wunden Brustwarzen.

Wenn Sie all diese Anfangsproblemchen überstanden haben, können Sie das Stillen und die Nähe zu Ihrem Kind in vollen Zügen genießen. Mit der Zeit werden Sie eingespieltes Team mit festen Trinkmahlzeiten. Denken Sie immer daran, diese Stillmomente mit Ihrem Baby sind einmalig und kostbar! Neben vielen lebenswichtigen Mineralstoffen geben Sie Ihrem Kind durch das Stillen auch das besondere Gefühl von Geborgenheit und Mutterliebe weiter.

 

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