Wie kleine Kinder richtig Zähne putzen

Das Thema Zähneputzen bei Baby’s und Kleinkindern ist bei vielen Eltern immer noch mit einem großen Fragezeichen versehen. Ab wann muss ich bei meinem Kind Zähne putzen? Nimmt man bei Baby’s schon Zahnbürsten? Wie lange und wie häufig muss man bei Kleinkindern die Zähne putzen? Sind schlechte Zähne nicht von vorne herein eine Sache der Veranlagung? Auf all diese Fragen möchten wir Antworten geben und beginnen dabei von vorne, nämlich beim ersten Milchzahn. Sobald mit einigen Monaten der erste Milchzahn beim Baby durchbricht müssen Eltern mit dem richtigen Zähneputzen anfangen. Kinder kommen nämlich schon sehr früh mit verschiedenen Zuckerarten wie z.B. Frucht- oder Milchzucker in Berührung und dieser greift den Zahnbelag an. Eltern müssen für die ersten Milchzähne nicht gleich zur Kinderzahnbürste greifen, sondern können es mit einer sog. Fingerzahnbürste versuchen.

Wie oft muss man bei Kindern die Zähne putzen?

Bei Baby’s und Kleinkindern empfiehlt es sich lieber häufiger und dafür kürzer die Zähne zu putzen. Versuchen Sie nicht ihr Kind mit den klassischen 3 Minuten und der Sanduhr das Zähneputzen beizubringen, denn damit sind die Kleinen schnell überfordert. Am Anfang reicht auch eine halbe Minute aus oder ein paar Schrubber, solange das Kind den Mund freiwillig offen hält.

Loben sie es für jedes freiwillige Putzen und zeigen Sie Ihrem Kind, dass auch Mama und Papa regelmäßig ihre Zähne putzen. Eltern sollten das Zähneputzen im Morgen- und Abendritual fest mit verankern, dann fällt es den Kindern auf Dauer leichter, diese tägliche Routine zu akzeptieren. Kleinkinder in der Trotzphase verweigern das Zähneputzen von Zeit zu Zeit immer mal wieder und hier ist es wichtig, dass die Eltern auf das Zähneputzen nicht verzichten. Nehmen Sie das Kind auf den Schoß, vorsingen hilft oftmals beim Mund öffnen oder eine schöne Geschichte, bei der man vor jedem Seiten umblättern einmal die Zähne putzen darf.

 Diese Tipps sollten aber nur für die absoluten Notfall-Trotzphasen gedacht sein, bis ihr Kind wieder freiwillig den Mund aufmacht.

 

 

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Sind Karies und Parodontose erblich bedingt?

Leider gibt es immer wieder Gerüchte, dass schlechte Zähne Veranlagung sind. Das stimmt nicht, denn Karies ist schlichtweg eine Infektionskrankheit. Sitzen die Erreger einmal auf einem Zahn fest, befallen sie von dort aus andere Ecken und Zahnzwischenräume. Auch Zahnfleischentzündungen sind oftmals eine Folge von starkem Zahnbelag, wie man z.B. bei Netdoktor.de genauer nachlesen kann. Darum ist es wichtig die Karies-Erreger von Anfang an durch regelmäßiges Putzen zu beseitigen und kleinen Kindern kann man ab circa 2 Jahren das Zähneputzen beibringen.

Hier hat sich die sog. KAI-Methode (Kau-, Außen– und Innenflächen) in den letzten Jahren sehr bewährt. Am Anfang zeigen Eltern den Kindern, die jetzt mit der eigenen Bürste putzen möchten, wie man die Kauflächen reinigt, denn hier setzen sich die Karies-Baktieren am liebsten fest. Wenn das Kind gelernt hat die oberen Kauflächen ordentlich zu reinigen, kann man zu den Außenflächen übergehen. Zu Beginn des Grundschulalters schaffen es die meisten Kinder auch die Innenflächen der Zähne selbständig zu putzen, aber trotzdem sollten Eltern immer noch einmal nachputzen. Zahnärzte gehen davon aus, dass Kinder erst ab der 3. Klasse die Zähne wirklich komplett alleine Putzen können!

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