Nerf Guns beziehungsweise Pistolen sind Spielzeugwaffen aus Plastik für Kinder, mit denen die verschiedensten Tricks eingeübt oder auf Zeit Gegenstände abgeschossen werden. Dabei gibt es die verschiedensten Waffenmodelle, meistens an den echten Waffen orientiert und möglichst detailgetreu nachgestellt. Geschossen wird allerdings nicht mit echter, sondern mit weicher schaumstoffartiger Munition, um Verletzungen und Gefahren vorzubeugen.
Entwickelt werden diese Spielzeugwaffen für Kinder zwischen acht und 12 Jahren, oftmals werden sie aber auch von jüngeren oder älteren Kindern benutzt.
Besonders an diesem Spielzeug ist auf jeden Fall die Vielfalt an Waffen, es gibt die verschiedensten Modelle und Typen, mit unterschiedlicher Munition, verschiedener Präzision, Schussrate und vieles mehr.

Was hat mein Kind davon?
Die Kosten dieses Spaßes können gleichzeitig als Vor- und als Nachteil gesehen werden. Denn kleinere Waffen können schon ab unter 10€ erworben werden. Die sind dann aber im Gegensatz zu teureren Modellen schlechter und unterlegen. So kann es also schnell dazu kommen, dass, einmal angefangen, immer bessere Spielzeuge verlangt werden.

Andererseits hat man so immer eine Alternative, falls man mal nicht weiß, was man seinem Kind schenken soll.
Umstritten ist der aufsteigende Trend solcher Spielzeuge trotzdem. Viele Eltern machen sich Sorgen, dass ihre Kinder so zu früh mit dem Thema Gewalt konfrontiert werden. Und da sich die Herstellung an echten Waffen orientiert, besteht schnell die Gefahr, dass die Kinder vieles über Waffen lernen und erfahren, das auch der Wahrheit entspricht. Natürlich entwickelt sich kein detailliertes Wissen über Waffen, aber beispielsweise wie man bestimmte Waffen halten oder nachladen muss, wie man sie hält und Weiteres. Zudem wird, auch wenn es sich nur um Spielzeuge und Schaumstoff handelt, der Umgang mit Waffen verharmlost und früh beigebracht.

Vorteilhaft an solchen Nerf Guns ist dennoch, dass damit meist in einer Gruppe, manchmal sogar im Verein gespielt wird. Teamgeist und Engagement dürfen hier also nicht fehlen und werden eventuell sogar gestärkt. Sogenannte Trickshots können eingeübt werden, bei denen auf Gegenstände und nicht auf Menschen gezielt werden, indem man versucht, diese aus besonderer Entfernung oder unter besonderen Umständen abzuschießen. Die Waffen können also auch sinnvoll zum trainieren eingesetzt werden, ohne direkt einen Krieg oder eine Schlacht zu simulieren. Hier gibt es eine schöne Marktübersicht über Nerf Pistolen.

Nerf Pistolen – ja oder nein?
Nerf Guns sind ein beliebtes Spielzeug aus den USA, das bei den meisten Kindern gut ankommt. Im entsprechenden Alter von mindestens acht Jahren können die Spielzeugwaffen sinnvoll eingesetzt werden, für das eigene Gewissen kann oder sollte man die Kinder dennoch über Waffennutzung aufklären und dafür sorgen, dass die Kinder zumindest ein Stück weit sensibilisiert sind für dieses Thema. Aufpassen muss man trotzdem, da es von Nerf auch Waffen aus Computerspielen wie beispielsweise Fortnite gibt, was wieder an Gewaltverherrlichung anknöpfen könnte. Wie man das sieht ist letztendlich jedem selbst überlassen. Man sollte trotzdem immer im Kopf haben, dass die Kinder keine echte Waffe in der Hand halten. Solang nur auf Gegenstände geschossen wird kann man als Elternteil wahrscheinlich beruhigt Nerf Guns kaufen oder verschenken. Ein Verbot macht auf jeden Fall dann Sinn, wenn zu viel gewalt simuliert und eingebracht wird.

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