Fremdeln – Hilfreiche Tipps für Mütter

Das Fremdeln bezeichnet ein bestimmtes Verhalten, bei dem Säuglinge unbekannten Personen mit Abneigung und Angst entgegentreten. Es zeigt sich durch eine Veränderung im Verhalten gegenüber fremden Personen. In der Regel wird diese Angst stärker bei Männern, vor allem Bartträgern, ausgelöst. Babys wenden sich ab, weinen oder schreien lauthals los, sobald ein Unbekannter eine bestimmte Distanz überschreiten sollte. Wann das Fremdeln beginnt, kann nicht genau festgelegt werden. Bei den meisten Kindern tritt diese Phase im achten Lebensmonat ein, daher sprechen viele Ärzte, Pädagogen und Mütter auch von der sogenannten „Acht-Monats-Angst“. In dieser Zeit werden Gesichter bewusster wahrgenommen, indem Babys vertraute Bezugspersonen mit ihnen bisher unbekannten Menschen vergleichen.

Ursachen und Auslöser – Wieso Babys fremdeln

In den ersten Lebensmonaten denken Babys nicht darüber nach, ob sie eine Person kennen. Ihre wichtigsten Bezugspersonen sind die eigenen Eltern, insbesondere die Mutter, die sie an der Stimme, am Geruch und am Aussehen erkennen. Ob ein Baby fremdelt und wie ausgeprägt dieses Fremdeln ist, zeigt sich im jeweiligen Vertrautheitsgrad einer Person. Während einige Kinder kaum fremdeln, reagieren andere hingegen mehrere Jahre ablehnend. Sie brechen jedes Mal in Panik aus, wenn sie sich in einer ihnen unbekannten Umgebung aufhalten und Bezugspersonen nicht in ihrer Nähe sind. Seien Sie jedoch unbesorgt, nahezu jedes Baby zeigt irgendwann einmal die Anzeichen des Fremdelns.

Fremdeln – Baby und Eltern brauchen Geduld

Neben der Angst vor unbekannten Personen beschreibt das Fremdeln bei Babys auch oftmals die Angst vor der Trennung zur eigenen Mutter. Durch das Weinen und Schreien versuchen Babys lediglich, die Aufmerksamkeit ihrer Mütter auf sich zu lenken. Dementsprechend sollten Mütter lernen, die Reaktionen ihrer Kinder zu deuten und den Ängsten positiv entgegenzuwirken. Nehmen Sie Ihr Kind in aller Ruhe auf den Arm, streicheln sie es und reden Sie mit einer sanfter Stimme, damit es sich schon bald beruhigt.

Fremdeln ist kaum zu verhindern. Sie können aber dafür sorgen, dass Ihr kleiner Liebling schon in den ersten Lebensmonaten an den Umgang mit fremden Personen gewöhnt wird. Vermeiden Sie es jedoch, Babys gegen ihren Willen von fremden Personen auf den Arm nehmen zu lassen. Dies könnte nämlich erneut in einem heftigen Schreianfall enden. Haben Sie stattdessen Geduld! Schon nach einigen Monaten können Sie beobachten, dass die kindliche Neugierde wieder steigt und das Fremdeln bis zum 15. Lebensmonat nachlässt bzw. vollkommen verschwindet.

Nichts Ungewöhnliches – Babys fremdeln auch beim Papa

Es kann durchaus vorkommen, dass Babys auch die Großeltern als unbekannte Personen einstufen, wenn ihnen beispielsweise der Geruch oder die Stimme befremdlich ist. Durch den genauen Vergleich zur Mutter sind die Kleinen häufig verunsichert und entgegnen auch anderen Familienmitgliedern mit lautem Geschrei. Manchmal kann es sogar den eigenen Papa treffen, sodass sich Babys eher an der Mutter festklammern und ihre Nähe suchen. Seien Sie unbesorgt, irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem auch der Papa wieder mit einem Lächeln im Gesicht erwartet wird.

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