Breifrei essen aber richtig!

Richtig abstillen will gelernt sein und es gibt in fast jedem guten Babykochbuch eine Anleitung für Baby’s ersten Brei. Wer selber nicht kochen möchte, dem wird es im Geschäft leicht gemacht. Genaue Altersangabe und Tageszeiten auf Gläschen und Breipackungen lassen keine Zweifel aufkommen, wann dem Nachwuchs was zugefüttert werden darf. Wir möchten Euch heute eine Autorin und Ihre Bücher vorstellen, die mit dem schönen Titel: „Einmal breifrei, bitte!“ den Eltern von heute erlaubt, das kleine 1mal1 des Zufüttern wieder selbst zu erfinden. Es geht in den Büchern darum, die Babys so früh wie möglich am Familienessen teilhaben zu lassen und die Kinder das Essen richtig erleben zu lassen.

Fingerfood ab 5 Monaten

Breifrei Bitte

Kinder lernen durch Nachahmen und das machen sie natürlich auch beim Essen. Viele Kinder greifen nach Mamis Löffel oder Papis Apfel, wenn sie auf dem Schoß der Eltern sitzen und diese essen. Sie möchten sich ebenfalls das Essen selber in den Mund schieben und die wenigsten Babys sind begeistert, wenn Mami mit dem ersten Löffelchen Brei ankommt. Loretta Stern hat sich zusammen mit der Hebamme Eva Nagy diesem für viele Eltern aufwendigen Thema des richtigen Zufütterns gewidmet und gibt in ihren Büchern Ratschläge und jede Menge Rezepte für das Baby Fingerfood. Warum aber gibt es Kochrezepte in einem Buch, in dem es darum geht die Kinder von Anfang an so natürlich wie möglich am Familientisch mitessen zu lassen? Das beantwortet die Autorin in einem Interview gerne selbst. Hier ein kleiner Auszug für Euch:

 

Ihr zweites Buchprojekt zur Beikost nach Bedarf veröffentlicht – warum liegt Ihnen dieses Thema so am Herzen?

Weil ich es immer noch wahnsinnig sinnvoll und schlüssig finde!
Es war und ist so schön zu erleben, wie vielen Familien im direkten Umfeld und eben seit der ersten Veröffentlichung zusammen mit Eva Nagy auch unabhängig von meinem direkten Dazutun die breifreie Vorgehensweise Spaß bereitet – ich freue mich auch immer noch über jede Zuschrift, über wildfremde Menschen, die mich in der U-Bahn ansprechen und euphorisch über die autarken Esserlebnisse ihrer Babys berichten wollen, über jegliches Feedback.
Eines aber kam immer wieder und führte letztlich zum Praxisbuch: »Eigentlich eine tolle Sache, aber wie soll ich mein Kind am Familienessen beteiligen, wenn ich nicht kochen kann? Und falls ich mich nun aufraffe und es ein bisschen lerne – was kann ich denn dann nun für Rezepte zubereiten?«

Und da war Ihnen klar – es muss ein Kochbuch her?

Ehrlich gesagt waren Eva Nagy und ich zuallererst einmal nur verwundert über solche Zuschriften wie »Sehr schön, aber leider fehlen die Rezepte.« Weil wir doch dachten, deutlich vermittelt zu haben, dass es eben keiner besonderen Spezial-Zubereitungen bedarf, um Babys das Prinzip Nahrungsaufnahme näher zu bringen. Aber nach und nach fiel uns auf, dass es offenbar einerseits bei vielen Neu-Eltern an Kocherfahrung mangelt – bisher fehlte es da vielleicht einfach an der Zeit und auch der gefühlten Notwendigkeit, sich selbst etwas Nahrhaftes und Gesundes zuzubereiten –, andererseits aber auch oft vielerlei Bedenken vorhanden sind: Darf ich diese oder jene Zutat wirklich verwenden? Wie kann ich denn nun würzen, wenn alles salzarm oder gar salzfrei zubereitet sein sollte? Geht das tatsächlich in Ordnung, dem Kind ein Stück Gemüse selbst in die Hand zu geben, und wenn ja, wie genau muss ich es vorher behandeln?
So kam es mit jeder Nachfrage ein wenig mehr zum Plan für’s Praxisbuch.

Hier geht es zum ganzen Interview mit Loretta Stern!

Was darf ein Baby essen?

Breifrei Kochbuch

Was für viele Eltern ganz natürlich ist, nämlich dem Kind einfach ein Stückchen Essen in die Hand zu drücken, führt bei anderen Eltern zu großer Verunsicherung. Wie aus dem Interview mit Loretta Stern hervor geht gibt es einen Teil der Eltern, die nicht kochen können und einen anderen Teil, der nichts falsch machen möchte und dem Kind keine allergenen oder schlecht verträglichen Nahrungsmittel geben möchte. Diese Erfahrung fehlt den meisten „Erstlingseltern“ und es ist auch mit Sicherheit der bessere Weg sich zu informieren, bevor man das Kind mit allem möglichen zufüttert. In dem Kochbuch  von Loretta Stern „Das breifrei! Kochbuch“ gibt es von ganz einfachen bis zu echten Feinschmecker-Rezepten alles, was der Familie schmeckt. Kein Rezept ist zu exotisch und auch Pfannkuchen sind durchaus erlaubt, wenn man Salz und Zucker weg lässt. Wir finden beide Bücher sind absolut empfehlenswert und sie sind eine gute Orientierungshilfe, wenn es um das Thema Abstillen und Zufüttern geht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.