Kuhmilchallergie bei Kindern

Die erste Zeit mit ihrem neuen Familienzuwachs ist spannend, stellt die Eltern aber auch immer wieder vor Herausforderungen. Was zum Beispiel tun, wenn Ihr Kind sich nach dem Essen übergibt, Durchfall bekommt oder unter Hustenanfällen leidet? Diese Symptome können ein Hinweis auf eine Kuhmilchallergie sein, einer der häufigsten Allergien im Säuglings- und Kleinkindalter. Betroffen sind etwa zwei bis drei Prozent aller Babys.

Was löst die allergischen Reaktionen aus?

Kuhmilch enthält mehr als 25 verschiedene Eiweiße, besonders häufig sind allergische Reaktionen gegen das Eiweiß Casein oder die Molkenproteine Alpha-Lactalbumin oder Beta-Lactoglubin.

Wie kann die Kuhmilchallergie erkannt werden?

nicht jedes Kind verträgt Kuhmilch

Am häufigsten treten Reaktionen der Haut auf, es kommt zu Ausschlägen, Neurodermitis oder Juckreiz. Zudem wird der Magen-Darmtrakt angegriffen, das Kind erbricht sich, bekommt Durchfall, Bauchschmerzen oder verliert sogar Gewicht. Auch die Atemwege werden belastet, neben Husten sieht man dies an einer laufenden Nase und Heiserkeit.
Eine detaillierte Auflistung der Symptome finden Sie unter: https://www.aptaclub.ch/de/ratschlaege/baby/kuhmilcheiweissallergie-symptome-tipps 

Säuglinge, die diese Symptome zeigen, obwohl sie nur Muttermilch erhalten, reagieren möglicherweise allergisch auf die von der Mutter konsumierte Kuhmilch.

Falls Ihr Kind sofort nach dem Essen oder als verzögerte Reaktion einige Tage später diese Symptome zeigt, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt. Dieser wird mithilfe verschiedener Methoden wie der Stuhl- oder Blutuntersuchung, oder auch einem Hautauschlagtest eine etwaige Allergie feststellen. Wichtig ist vor allem, dass Sie nicht lange zögern, Ihren Arzt aufzusuchen, denn ein längerer Kuhmilchkonsum kann für ein allergisches Kind schlimme Folgen haben, die Haut oder der Magen können nachhaltig Schaden nehmen.

Wie ernähre ich mein Kind mit Kuhmilchallergie?

Ist die Allergie dann erst einmal festgestellt, müssen Sie natürlich entsprechend auf die Diagnose reagieren. Das kann je nach Alter des Kindes unterschiedlich aussehen.

Ist Ihr Kind noch im Säuglingsalter, stellt Stillen die beste Möglichkeit dar, es vor Allergien zu schützen. Die Muttermilch enthält nicht nur alle wichtigen Nähstoffe, sie bietet ihrem Liebling auch einen natürlichen Immunschutz durch diverse immunologische Komponente. Ist Ihnen das Stillen aus irgend einem Grund nicht möglich, sollten Sie über eine sogenannte HA-Anfangsnahrung nachdenken, welche den allergischen Symptomen vorbeugen kann. Ist die Kuhmilchallergie bei Ihrem Kind nachgewiesen, übernimmt meist die Krankenkasse die Kosten für therapeutische Nahrung.

Bei älteren Kindern, die schon feste Nahrung zu sich nehmen, müssen Sie vor allem darauf achten, dass Ihr Kind nicht ausversehen Essen bekommt, welches Kuhmilch enthält. Gerade auf Kindergeburtstagen oder sonstigen Treffen außerhalb von Zuhause kann sich das schon mal schwierig gestalten. Sprechen Sie am besten immer kurz mit den Aufsichtspersonen, sodass diese auch ein Auge auf Ihr Kind haben.

Über Mangelerscheinungen müssen Sie sich allerdings weniger Sorgen machen. Klären Sie mit Ihrem Arzt ab, ob Ihr Kind vielleicht sogar Jogurt oder bspw. Ziegenmilch zu sich nehmen kann. Ansonsten sind aber auch Nüsse, Vollkornmehl oder grünes Gemüsesorten eine wichtige Quelle für Calcium und Magnesium, sodass Ihrem Kind nichts mangeln wird, solange Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten.

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