Ballett Mütter – diese Fehler sollten Sie vermeiden

Als Mutter einer Balletttänzerin können Sie überaus stolz, unterstützend und engagiert sein. Leider können einige Entscheidungen aber manchmal gar nicht so leicht fallen.

Wir haben hier ein paar schwierige Fragen aufgelistet, welche sich viele Eltern stellen:

Hat mein Kind zu früh mit Spitzenschuhen angefangen? Viele Tanzlehrer wissen, dass Kinder nicht vor dem 13. Lebensjahr mit Spitzenschuhen beginnen sollten. Zudem sollte das Kind bereits diverse Jahre getanzt und seine Füße somit gestärkt haben. Das Mindestalter für Spitzenschuhe oder die sogenannten schönen Ballettschuhe unterscheiden sich von Land zu Land. In England zum Beispiel ist dieses mit 13 Jahre angesetzt, da sich hier Körper und Knochenbau ausreichend entwickelt haben. Viele Kinder können es natürlich kaum abwarten so wie Ihr Vorbild auf Spitzen zu tanzen. Bitte achten Sie darauf, dass der Knochenbau stark genug ist und das Mindestalter erreicht ist, da Knöchel und Füße ansonsten zu schwach sein können und sich ihr Kind somit ernsthaften Verletzungen zuziehen kann. Der Traum vom Spitzentanz kann somit schon am Anfang zerplatzen. Ein guter Tanzlehrer kann es gut abschätzen wann Ihr Kind bereit ist für Spitzenschuhe. Achten Sie darauf, dass die Schuhe professionell in einem Tanzfachgeschäft angepasst werden, in welchem das Personal richtig ausgebildet ist. Kaufen Sie auf gar keinen Fall Spitzenschuhe über das Internet bevor Ihr Kind ein Paar angepasst wurde. Unpassende Schuhe können die Füße schädigen und zu Verletzungen führen, welche den Traum auf eine Tanzkarriere leider schnell zu einem Ende bringen können. Viele Tanzlehrer können Ihnen ein gutes Tanzgeschäft für die Ausstattung der Spitzenschuhe empfehlen. Fragen Sie den Tanzlehrer/in ob das Tragen von Pointe Pads und anderem Zubehör erlaubt ist. Traditionelle Lehrer erlauben meistens keinen zusätzlichen Schutz. Andere erlauben das Tragen von Pointe Pads. Bitte klären Sie dieses bevor Sie Ihren Termin zum Anpassen buchen.

Ist mein Kind glücklich? Viele Kinder entwickeln eine natürliche Hassliebe für ihr eigenes Hobby. Es gibt Tage wo Ihr Kind lieber draußen mit Freunden spielen möchte. Versuchen Sie zu schauen, ob es sich hier um ein natürliches, kindliches Verhalten handelt oder ob Ihr Kind Ihnen somit sagen möchte, dass es wirklich keine Lust und kein Interesse am Tanzen hat. Fragen Sie nach und seien Sie ehrlich mit Ihrem Kind und sich selbst. Auch wenn Sie viel Energie und Geld in das Hobby Ihres Kindes gesteckt haben, sollten Sie dieses nicht drängeln und zu etwas zwingen, worauf es im Endeffekt keine Lust hat und im späteren Alter, wenn es selber Entscheidungen treffen kann, das Hobby von Alleine ablegen wird.

Ist die Tanzschule richtig?  Nicht alle Kinder blühen gleichermaßen in demselben Umfeld auf. Tanzlehrer/in unterscheiden sich immense in der Unterrichtsart und es ist wichtig, dass Sie jemanden finden, bei dem sich Ihr Kind wohl fühlt. Einige Lehrer bedienen sich sehr traditionellen Lehrmethoden, andere  achten weniger auf die Probleme individueller Kinder. Falls Ihr Kind auch zu Hause üben sollte, achten Sie darauf, dass sich keine Fehler einschleichen und Ihr Kind die Übungen richtig ausführt. In den meisten Städten gibt es eine Anzahl von guten Ballettschulen und Unterrichtsklassen, so dass Sie jederzeit ohne Probleme wechseln können, falls sich Ihr Kind unwohl fühlen sollte.

Ernährung? Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kind gesund ernährt. Der wachsende Druck einer super schlanken Figur in der Tanzwelt kann sehr gefährlich werden, wenn nicht richtig kontrolliert. Alle Tänzer sollten auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten besonders während der Wachstumsphase. Viele Kinder gehen durch eine Babyspeck Phase. Solange Sie darauf achten, dass sich Ihr Kind gesund ernährt und ausreichend bewegt, sollte diese Phase nicht lange anhalten.  Für viele klingt dieses ganz offensichtlich, aber lassen Sie Ihr Kind nie hungern, weil es nicht das schlankeste in seiner Klasse ist oder es ein wenig Gewicht verlieren möchte. Schlechte Ernährung und Energielosigkeit können dazu führen, dass Ihr Kind sich unwohl fühlt und somit nicht an Unterrichtseinheiten und Shows teilnehmen kann.

Andere Aktivitäten – Bestärken Sie Ihr Kind auch an anderen Aktivitäten teilzunehmen, wenn es die Zeit erlaubt. Ein anderer Freundeskreis außerhalb des Tanzens ist großartige für die Persönlichkeitsentwicklung Ihres Kindes und der Körper Ihres Kindes kann sich somit von Tanzroutinen erholen und andere Bewegungen kennenlernen, welche vielleicht auch beim Tanzen angewendet werden können.

1 Gedanke zu „Ballett Mütter – diese Fehler sollten Sie vermeiden“

  1. Danke für dein Beitrag. Meine Tochter tanzt Ballett seit 3 Jahren. Sie hat noch nicht die Spitzschuhe. Sie übt immer sehr fleißig zu Hause deshalb möchte ich einen Ballettspiegel kaufen. Wir haben es für ihren Geburtstag geplannt. Sie ist ja ein liebes Mädchen, ich glaube sie hat dieses Geschenk verdient.
    L.G

    Sabine

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