Die 10 besten Tipps für ein Kinderzimmer, in dem Kinder alleine spielen!

Ich will nicht in meinem Zimmer spielen! Liegen bei Euch zu Hause mehr Spielsachen im Wohnzimmer als im Kinderzimmer? Dieses Phänomen ist in zahlreichen Haushalten mit Kleinkindern verbreitet. Teilweise erkennt man zwischen den ganzen Spielsachen nicht mal mehr das eigentliche Wohnzimmer, denn aus Sicherheitsgründen wurden bereits Flachbildschirm, Soundanlagen, Vasen, Lampen und Bilder ins eigene Schlafzimmer gerettet. Moderne Eltern machen beinahe alles für ihre lieben Kleinen und nehmen es billigend in Kauf abends das Inferno alleine aufzuräumen oder resignieren zwischen Puppenwagen, Schleichtieren und Lego Duplo Bausteinen für mehrere Jahre. Warum spielen die Kinder aber nicht einfach in ihrem eigenen Zimmer? Fürsorgliche Eltern wissen natürlich sofort die passende Antwort: Der/die Kleine möchte nicht alleine spielen! Bei mehreren Kindern lautet die Antwort: Sie haben Angst da oben und suchen unsere Nähe!

Das Problem sind mal wieder die Eltern!

Wie so oft sind es nicht unsere Kinder die ein echtes Problem haben, sondern die Eltern denen es schwer fällt ihr Kind zum spielen „weg“ zu schicken. Das eigene Gefühl der Ausgrenzung macht sich breit und wenn das Kind oft genug kommt und fragt, geben viele Eltern wieder nach und lassen das Kind schalten und walten. Aber im Wohnzimmer wohnen nunmal alle und darum heißt es auch Wohnzimmer und nicht Kinderzimmer. Wohnen und Wohlfühlen zwischen Bergen von Spielzeugen geht nicht und anstatt den Kindern beizubringen wie man sich grenzenlos ausbreitet, sollte man ihnen die Vorzüge der eigenen Privatssphäre näher bringen. Eltern können und dürfen von ihren Kleinkindern erwarten, dass sie selbstständig und „mutterselenallein“ in ihrem Zimmer für eine dem Alter angemessene Zeit spielen. Elektronikgeräte mit denen sich das Kind wunderbar stundenlang alleine beschäftigen kann, dürfen hier nicht eingesetzt werden. Für ein schönes Kinderzimmer gibt es zahlreiche Gestaltungsideen! Wir geben Euch im folgenden ein paar Tipps und Tricks, die das eigene Kinderzimmer zum neuen Lieblingsspielort umfunktionieren.

wie kinder alleine spielen

1. Kuschelige Chillout-Zone oder auch Lesecke genannt

Bücher dürfen in keinem Kinderzimmer fehlen und sind bereits für Kinder ab einem Jahr geeignet. Die Bücher sollten auf Bodenhöhe in einem Regal oder Fach stehen an das ein (Klein)Kind selbstständig rankommt. Unmittelbar daneben sollte ein kuscheliger Teppich mit weichen Kissen sein. Auch kleine Kindersofas oder Sitzsäcke (gerne auch die Schaukelvariante) sind hervorragend geeignet, um einen kuscheligen und ruhigen Platz zum Schmökern zu schaffen.

2. Kreatives Arbeiten – Stifte, Kreide und co.

Kinder malen Bild mit Filzstift

Kreativität ist wichtiger als Wissen! Alle Errungenschaften die wir Menschen nutzen sind einst einem kreativen Geist entsprungen. Darum sollten wir unseren Kindern die Möglichkeit geben, die Kreativität jederzeit zu entdecken und auszuüben. Ein kleiner Tisch mit leeren Blättern und altersgerechten Stiften ist daher ebenfalls ein Muss für jedes Kinderzimmer – egal ob Junge oder Mädchen! Später dürfen natürlich noch weitere Bastelmaterialien wie Schere, Kleb, Tesafilm, buntes Tonpapier und vieles mehr folgen.

3. Weniger ist Mehr

Leere Schubladen und Schränke braucht das Kinderzimmer. Warum? Weil unsere Kinder überfordert sind mit zu vielen Spielsachen und so am Ende nur noch weniger wissen, was sie alleine spielen sollen. Darum sollten Eltern unbedingt darauf achten, dass es noch leere Schubfächer oder (Versteck) Schränke gibt. Diese kann das Kind dann auf seine ganz eigene Art befüllen oder benutzen. Es kann Dinge selbständig an einem Ort aufbewahren, umräumen oder sich sogar darin verstecken.

4. Rollenspiele mit alten Hüten

Gerade bei Kleinkindern beginnt im Alter von 2 bis 4 Jahren das Rollenspiel. Die Kinder begreifen dadurch spielerisch ihre Umwelt und alles was sie dafür brauchen damit dieses Spiel noch schöner wird sind Kostüme. Mamas alter Hut, Papas ausrangiertes Hemd und der alte BatMan Schlafanzug vom großen Bruder sind die besten Kostüme der Welt. Wenn Sie diese alten Klamotten in eine urige Truhe im Kinderzimmer verstauen, ist das ein echter Spielgarant. Übrigens: Bei diesem Spiel werden nicht nur das Vorstellungsvermögen und soziale Kompetenzen gefördert, sondern auch die Motorik wird durch das selbständige An- und Ausziehen ganz nebenbei gefördert. Natürlich muss das Kind nach jedem Umziehen feierliche von den Eltern bestaunt werden 🙂

5. Mein Lieblingsspielzeug – der besondere Platz

Jedes Kind hat ein oder mehrere Lieblingsspielzeuge, die natürlich in regelmäßigen Abständen wechseln. Für diese absoluten Lieblinge sucht man zusammen mit seinem Kind den tollsten Ort im Kinderzimmer aus. An diesen HotSpot werden die Spielsachen gut sichtbar IMMER beim „nicht bespielt werden“ deponiert, das hat gleich zwei Vorteilen: 1. Das Kind und die Eltern finden das geliebte Spielzeug schnell. 2. Wird sich das Kind sofort auf das gut sichtbare Lieblingsspielzeug stürzen, wenn es mal wieder Zeit ist alleine im Zimmer zu spielen.

6. Ein Spiegel darf nicht fehlen

Spiegel sieht man in Kinderzimmer nicht so oft, was wahrscheinlich an den besorgten Eltern liegt. Denn ein Spiegel könnte leicht zerbrechen und wer sich dafür fürchtet, kann zum Beispiel auf Spiegelfolie ausweichen. Spiegel sind für Kinder in jedem Alter interessant und fördern ganz elegant die Selbstwahrnehmung. Kinder betrachten aber nicht nur sich selber gerne, sondern spielen auch mit ihrem Spielzeug davor. So hat man sein Lieblingsspielzeug gleich doppelt und kann beobachten wie sich die Dinge im Spiegel präsentieren.

7. Lichter zum Spielen

Lampen, Leuchten, Lichterketten mit einfachen Kippschaltern sind für jedes Kinderzimmer zwingend notwendig. Mit einer farbigen Glühbirne schafft man ganz leicht ein besonderes Raumgefühl und die Kinder werden diese Lampen lieben. Beim Spiel im bunten Licht und der Dunkelheit kann das Kind auch seine jeweiligen Emotionen selbstbestimmt erforschen. In der dunklen Jahreszeit schaffen solche warmen Lichtquellen noch einen zusätzlichen Wohlfühlfaktor in jedem Kinderzimmer.

8. Stoffe die Atmosphäre schaffen

Kinderzimmer müssen gemütlich sein! Scharfe Ecken und kalte Möbel haben hier nichts zu suchen. Weiche Kissen, flauschige Teppiche und kindgerechte Gardinen sorgen automatisch für Wohlfühl-Atmosphäre. Dünne Tüllstoffe in verschiedenen Farben in der Größe 50cm x 50cm sind außerdem auch ein tolles Spielzeug für Puppenmamis und Düsenjet-Piloten. Probiere es aus und gib Deinem Kind bunte Stofftücher! Du wirst überrascht sein, wo sie beim Spielen überall eingesetzt werden.

9. Alles hat seine Ordnung

Kinder brauchen Struktur und Ordnung. Im Chaos fühlt sich keiner Wohl und darum braucht jedes Spielzeug einen Platz. Ein Regal für die Bücher, eine Kiste für die Legosteine, Barbies, Playmobil etc. und die Kuscheltiere sitzen zusammen in einer Ecke des Betts. Am Anfang räumt ihr immer gemeinsam die Spielsachen auf, so lernt Dein Kind langsam aber sicher das Ordnungsprizip im eigenen Zimmer kennen. Eine Krimskrams-Kiste darf natürlich auch nicht fehlen, denn hier kommt alles andere rein und in dieser Kiste darf das Chaos herrschen.

10. Ich will Toben!

Kindergymnastik

Jedes Kind braucht Bewegung, gerade wenn es draußen nass und grau ist. Gib Deinem Kind die Möglichkeit aus dem Kinderzimmer ein Hüpf-, Spring- und Bewegungsparadies zu machen. Dafür braucht man vor allen Dingen Platz und scharfe oder zerbrechliche Gegenständen haben in einem Kinderzimmer sowieso nichts verloren. Ob Kindersofa, Hochbett mit Rutsche, Hängesessel, Peziball, Minitrampolin oder andere Bewegungsmöbel, Du brauchst sicherlich nicht alles für Dein Kind. Wähle bewusst ein oder zwei dieser Gegenstände aus und integriere sie sinnvoll in das Kinderzimmer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.